Erzgebirge/Westsachsen

Fichtelberg

Das Erzgebirge in Sachsen Das Erzgebirge ist seit der umfangreicheren Besiedlung zu Zeiten des Mittelalters eine von Menschen geprägte vielseitige und beeindruckende Kulturlandschaft. Das Mittelgebirge im Freistaat Sachsen erfreut sich auch bei Urlaub in Ostdeutschland einer immer größer werdenden Beliebtheit. Über Jahrzehnte stand die Region ganz im Zeichen des Bergbaus, der deutliche Spuren hinterließ. Viele dieser Hinterbliebenschaften, industrietechnische Denkmäler und Landschaftsabschnitte gehören seit dem Jahr 2019 Montanregion Erzgebirge dem Weltkulturerbe der UNESCO an.

Leicht nördlich der Kammgebirgslinie verläuft die deutsch-tschechische Grenze, wobei die deutschseitigen Höhenlagen zum Naturpark Erzgebirge-Vogtland gehören. Das riesige Schutzgebiet hat eine Längenausdehnung von mehr als 120 Kilometern und erstreckt sich von der „Weißen Elster“, einem Nebenfluss der Saale bis zur „Freiberger Mulde“, dem rechtsläufigen Quellfluss der Mulde im Ostteil des Erzgebirges. Über dem gesamten Gebiet thront der Fichtelberg, die höchste Erhebung in Sachsen, welcher das bedeutendste Wintersportzentrum der Region darstellt. Eingebettet zwischen Vogtland und der Sächsischen Schweiz besticht das Erzgebirge beim Urlaub in Deutschland neben der äußerst beliebten Wintersaison auch mit vielen, oftmals noch allgemein unbekannteren Vorzügen. Eine bunte Mischung aus bewahrten Traditionen und der Moderne, welche immer mehr Besucher anlockt.

Erzgebirge/Westsachsen 1
Wandern auf dem Fichtelberg – Der Fichtelberg bei Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis ist mit 1214 m der höchste Berg in Sachsen. Im Sommer ist der Berg auf dem sächsisch-böhmischen Gebirgskammm mit zahlreichen Wanderrouten eines der beliebtesten Wanderziele in Sachsen. Im Winter bildet er eines der bedeutendsten Wintersportzentren des Erzgebirges.
Bildeigner: TMGS Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH – Fotograf: Katja Fouad-Vollmer

Trachten, Bräuche und Traditionen

Die Einheimischen des Erzgebirges gelten als bodenständig und schätzen ihre Bräuche. Weltweit bekannt sind die traditionell hergestellten Accessoires, welche gerade in der Weihnachtszeit etliche Stuben verzieren. Die handwerklich kunstvoll gefertigten Holzarbeiten und Schnitzereien aus der Region sind ein echtes Markenzeichen. Präzision und höchste Qualität gelten auch für das renommierte Uhrenhandwerk und haben, zum Beispiel rundum das Städtchen Glashütte, einen klangvollen Namen. Stolz trägt man Tracht oder Uniform, musiziert im Spielmannszug oder versucht sich bei saisonalen Wettkämpfen im Spanbaumstechen oder beim Reifendrehen. Viele Besucher schätzen diese Eigenarten und lieben es immer neue Geschichten hinter der Geschichte zu entdecken. Rund 800 Jahre Bergbautradition haben hier mehr Zeugnisse hinterlassen als im weitaus bekannteren Ruhrgebiet. Eine lebendige Heimat, die Faszination ausstrahlt und die zum Urlaub einlädt.

In der Region finden sich zahlreiche Rad- und Wanderwege, Mountainbikestrecken, Langlaufloipen und Skipisten. Ein aktives und erholsames Urlaubserlebnis zu jeder Jahreszeit. Am Scheibenberg beeindrucken die senkrecht emporsteigenden Basaltsäulen und in den höher liegenden Kammlagen finden sich recht häufig ausgedehnte Hochmoore mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Die aufstrebende wirtschaftliche Geschichte gibt es beispielsweise im Glashüttenmuseum von Schloss Purschenstein in Neuhausen oder im technischen Museum des „Frohnauer Hammers“ in Annaberg-Buchholz zu bestaunen. Hier steht auch die St. Annenkirche mit ihrem 75 Meter hohen Turm. Der Sakralbau mit Elementen der Spätgotik und Renaissance zeigt auf seinem aus dem Jahr 1522 stammenden Bergaltar historische Bildnisse von der mühseligen Arbeit unter Tage. Bei Aue befindet sich die Weißerdenzeche St. Andreas, die über 150 Jahre lang die wertvolle Porzellanerde für die berühmte Manufaktur in Meißen lieferte.

Greifensteine bei Ehrenfriedersdorf
Greifensteine bei Ehrenfriedersdorf -Die Greifensteine im Erzgebirge sind etwa 40 meter hohe Basaltsäulen, die aus der Erde ragen. Wanderer bewundern sie, Kletterer erklimmen sie. Sie bieten dem Naturtheater an den Greifensteinen eine hervorragende Kulisse. Bildeigner: TVE Tourismusverband Erzgebirge-Fotograf: Tourismusverband Erzgebirge

Neben dem Bergbau entwickelten sich in der Region Holz- und Spielwarenherstellung sowie Textilhandwerk. Heute noch zu bestaunen und natürlich auch zum Mitfahren: die dampfenden Oldtimerzüge der Schmalspurbahnen. Äußerst beliebt bei groß und klein ist auch ein Besuch im Miniaturpark Oederan oder im „Aqua Marien“, dem größten Erlebnisbad Sachsens in Marienberg. Das Stadtmuseum „Perla Castrum“ entführt seine Gäste im Schloss Schwarzenberg durch eine bewegende Geschichte und die Familien-Erlebnisburg Scharfenstein in Drehbach gilt als echter Geheimtipp. Das Erzgebirge verfügt über eine sehr gute touristische Infrastruktur mit zahlreichen Unterbringungsmöglichkeiten. Den Besucher erwarten ganzjährige individuelle Ferienmöglichkeiten und eine herzliche Gastfreundschaft.

Seiffen Erzgebirge
Erzgebirgische Holzkunst in Seiffen Seiffen ist die Hauptstadt der Erzgebirgischen Holzkunst und Heimat von Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbogen und Pyramiden. Das Kunsthandwerk ist hier seit über 300 Jahren zu Hause und wird von vielen Holzspielzugmachern gepflegt. In zahlreichen Schauwerkstätten kann man den Handwerkern im Erzgebirge über die Schulter schauen.
Foto: sachsen-Tourismus – Fotograf:Sylvio Dittrich

Fichtelbergbahn
Die Fichtelbergbahn Mehrmals täglich schnaufen die Dampfloks der Fichtelbergbahn zwischen Cranzahl und der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, dem Kurort Oberwiesenthal durch das wildromantische Sehmatal und über das mächtige Hüttenbachviadukt. Bildeigner: TVE Tourismusverband Erzgebirge-Fotografen: Greg Snell Snell Media
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